Sonntag, 22. Juni 2008
Schwedisch Lappland
Wir fuhren wieder zu unserem Parkplatzt und versuchten bei Aprilwetter Wäsche zu waschen. Nach einer langen nötigen Waschprozedur konnten wir die Sachen nur etappenweise aufhängen. Bis zum Abend waren diese natuerich nicht trocken. Dann kamen auch noch zahlreiche Wohnmobile auf den Parkplatz und die Stimmung war am Tiefpunkt. Am nächsten Morgen regnete es weiter. Wir hängten die Wäsche in eine Huette aber auch hier wurde das Zeugs net trocken. Also alles aufs Bett und Heizung volle Pulle. So fuhren wir ca. 120km nach Gällivare. Hier suchten wir ein Pub um Deutschland-Portugal zu schauen. Im Hotel wurden wir fuendig. Leztendlich sassen 10 Deutsche beisammen. 4 junge Typen aus der Umgebung Stuttgart, 1 aus Dresden und 1 aus Mitweida, die hier arbeiten, dann 1 Praktikant und eine lustige Type aus Bonn. ;) ! Stefan aus Dresden spendierte zahlreiche Runden Schnaps und Bier! Nochmals vielen Dank dafuer. Das war echt ne teure Angelegenheit. Nach dem Spiel feierten wir den deutschen Sieg ausgiebig und fuhren samt Fahne auf einen nahegelegenden Berg. (Dundret 823m) Die Wolken nahmen uns zwar die Sicht aber hier bekamen wir noch kurz vor eins leckre Waffeln mit arctischen Himbeeren und waren umgeben von zahlreichen huebschen schwedischen Blondinen. Die Stuttgarter waren während dessen in der Stadt mit anderen Dingen beschäftigt. ;) Crazy Town, crazy people einfach ein einmalig verueckter Abend. Nächsten Tag gings weiter nach Jokkmok. Nix los in der Samenhochburg. Ausser Muecken! Diese versauen einen ganz gewaltig die Stimmung. Wir mussten das Moskitonetz installieren um hier ueberleben zu können. Nächste Station war Arvidsjaur und das zu Mitsommer. Mist! Kleines kaff wo nix los ist ausser im Winter wo hier viele Autokonzerne ihre Karren testen und auf den Seen rumhacken. Die Landschaft hier oben ist nicht mehr arg so karg. Moore und Rentiere bestimmen immer noch das Bild. Aber es ist gruen und wir sehen mal wieder ein paar Blumen. Das Wetter ist weiter nicht konstant so ziehen hier immer wieder Gewitter vorueber. In Arvidsjaur schauten wir in einem Hotell das russische Weiterkommen gegen die Niederländer. Anschliessend fuhren wir sinnlos in der Stadt rum. Wir trafen in einem alten Mercedes der zu Mitsommer die Strassen mit Birkenzweigen geschmueckt auf und ab fuhr, drei lustige Schweden. Vater mit Sohn und ein betrunkener Freund. Im Moment sind wir 40km entfernt von Arvidsjau bei denen zu Hause. Schlafen konnten wir aber nur im Bus, da es hier so sueffig ist. Dies gelang aber erst gegen sieben. Lars ist schon ne Type, die mitten im Wald wohnt und die Bude sieht aus wie SCHEISSE! Egal er kann englisch und hat Internet. Ausserdem ist er freundlich und hat viel Vertrauen in uns, was schon ungewoehnlich ist. Er ist auf jeden Fall kein typischer Schwede. Lustige Erfahrung, die man kaum in Worte fassen kann. Heute fahren wir in eine Bullyhochburg, wo angeblich 2000Bullys sein sollen. Sind gespannt! Morgen muessen wir dann einen Ölwechsel machen. Dann gehts weiter nach Östersund!
Mittwoch, 18. Juni 2008
Nordnorwegen und Lofoten
Tach! Also...von Hammerfest ging es dann Richtung Sueden nach Alta. Ja ueber Alta kann man nicht viel sagen. Langweilige Stadt! Etwas abseits wollten wir den Alta-Canyon, der immerhin 500 m in Tiefe reicht und somit Nordeuropas groesster Canyon ist. Diesen bekamen wir leider nur nicht zu Gesicht. Am ersten Tag versuchten wir dorthin zu wandern, was aber auf einer Hochebene im Nichts endete. War aber auch schoen. Unter anderem sahen wir Rentierherden und endlose Weite vermischt mit Schnee. Auf unserem Parkplatz stand ein abgestellter Bulli, welchen wir ergiebig aussschlachteten und alle wertvollen Teile transformierten. Schoenes Schiebefenster! :) Am naechsten Tag versuchten wir von der anderen Seite an den Canyon zu gelangen, leider endete die Strasse an einer Schranke. Aber auch dort in der Naehe stand ein verlassener Bulli. :) In den folgenden Tagen fuhren wir entlang der Fjorde, wo uns immer wieder wunderschoene Aussichten erwarteten. Bloss dumm dass es immernoch recht kuehl ist. In der Naehe der Stadt Storslett bogen wir in Richtung Reisadal-Nationalpark ab, in welchen man einen imposanten Wasserfall, den Mollisfossen, bestaunen kann. Leider haetten wir dafuer 40 Km wandern muessen oder eine Menge fuer eine Bootsfahrt blechen muessen. Unweit vom Parkplatz gab es noch einen etwas kleineren aber auch recht beeindruckenden Wasserfall. Auf unser Route Richtung Narvik stoppten wir noch in Andselv um uns die Stromschnellen des Flusses X anzugucken, die immerhin 600 m lang waren. Zugleich konnten wir auch die längste Lachstreppe der Welt anschauen. Wat will man mehr. Weiter gings durch Staedte, wo jeder 2. Mensch ein Militaerhanse war nach Narvik. In Narvik schauten wir DTL vs. Kroatien in einem Pub, wo wir uns jedoch nur Kaffee leisten konnten. Am naechsten Tag schauten wir uns das Kriegsmuseum, das ueber Geschehnisse Narviks im Zweiten Weltkrieg berichtete. Dann fuhren wir ca. 250 Km bis auf die Lofoten, welche landschaftlich schon einzigartig waren. Herrliche Buchten, Schaeren, Berge und kleine Fischerdoerfchen. Hier angelten wir ein wenig und sogar 5 Dorsche. Anschliessend fuhren wir nach Riksgränsen ueber die norwegisch-schwedische Grenze. Hier schauten wir in einer Bar eines 4-Sterne-Hotels das Spiel der Deutschen Elf. Teurer Spass! Im Moment sind wir in Kiruna und werden uns jetzt an die Waesche machen. Der Daumen von Jost ist auch wieder recht ansehnlich und die Fäden sind vor wenigen Stunden entfernt worden, was auch garnich weh tat. So das wärs fuers erste, Zeit ist alle. Tooos!
Freitag, 6. Juni 2008
Eindruecke aus Lappland und der Finnmark
Tach! Jetzt wiedermal paar Infos ueber unser Bleiben und Treiben. nachdem wir in Koli aufgebrochen sind ging es ueber Nurmes und Kuhmo nach Hyrnsalmi, dort feierten wir meinen Geburtstag auf dem Steg von einer finnischen Huette, da man wiedermal keinen freien Platz an einem See fand. Weiter ging es nach Kuusamo. Kuusamo war recht unspektakulaer wie fast alle Staedte Finnlands. Im ca. 30 Km entfernten Ruka bestiegen wir den ca. 496 m hohen Berg und hatten eine recht gute Sicht auf die umliegenden, noch gefrorenen Seen. Wir verbrachten die Nacht dort am Fusse der noch schneebedeckten Skipisten. Der Winterbetrieb hoerte hier erst Anfang Mai auf. Die folgenden Tage verbrachten wir im Oulanka-Nationalpark, der canyonartige Schluchten mit wilden Schmelzwasserfluessen zu bieten hatte. Waehrend unseres Aufenthalts trafen wir einen lustigen Bayern, der auch mit einem Bulli den Norden unsicher macht. Allerdings schon seit Anfang Maerz und das allein. Ein richtiger Freak! Er meditiert, ist Rohkoestler, sagt dass "aber" ein Widerspruch ist, klebt Xe an seine Karre und freut sich des Lebens...wir hatten aber einen lustigen Abend mit ihm und feierten in Josts Geburtstag rein. Weiter in Richtung Norden durchfuhren wir die Staedte Ivalo und Inari. Zwischendrin waren wir noch kurz in Tankavaara, wo es ein sinnloses Goldgraebermuseum gab. Das war richtig scheisse gemacht, alles so auf wilden Westen und Amerika gemacht, voll albern! Halt Touristenverarsche. Da kann man noch andere Sachen nennen. Wir verbrachten dort eine nacht am Inarisee, welcher noch fast komplett gefroren war und kristallklares Wasser hatte! In Inari besuchten wir das Samen-Museum, welches Eindruecke ueber die Lebensweise der Samen wiedergab. Ja auf den Strassen sah man immer mehr Wohnmobile, hauptsaechlich Deutsche und Hollaender. Kurz vor der norwegischen Grenze kauften wir noch mal kraeftig ein und tankten die Huette voll. Das war auch besser so denn die Preise hier in Norwegen... Der Diesel kostet hier pro Liter 1,77€! Die sind nich fit! Die Lebensmittelpreise sind ebenfalls um ca. 100% teurer als bei uns. Ueber Karasjok fuhren wir nach Lakselv, wo wir unsere Schnitzfaehigkeiten etwas verbessern wollten...oder auch fuer ewig bleiben lassen, wird sich zeigen. Wir wollten Loeffel schnitzen doch der gute Jost wollte seinen Daumen anspitzen. Muss ja auch mal sein...ja das Ende vom Lied war eine schicke Fleischwunde an seinem Daumen, der dann einen Tag spaeter genaeht wurde. In der Naehe von Lakselv wanderten wir noch ein wenig in einem nationalpark umher und genossen die Sicht auf die schneebedeckten Gipfel und den Porsanger-Fjord. In diesem Nationalpark konnten wir den noerdlichsten Kiefernwald der Welt bestaunen. Noch ein paar weitere Extreme: Gestern sind wir in die noerdlichste Stadt der Welt, Hammerfest, gefahren und dabei die noerdlichste Haengebruecke der Welt ueberquert. Toll wa! Ja jetzt sitzen wir in der Bibliothek der noerdlichsten Stadt der Welt und machen uns heut wieder auf gen Sueden. Das war sozusagen der noerdlichste Punkt der Welt aehhh der Reise. Nordkap lassen wir mal ganz gekonnt aus, denn 50€ fuer so eine Touristenverarsche muss nich unbedingt sein...Wohnmobile (Joghurtbecher) sehen wir auch so genug. So denn lassts euch mal allen gut gehen. Schuess!
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