Tach! Nachdem wir also in Torun waren fuhren wir nordoestlich in Richtung der Masuren. Wir waren an ein paar Seen, durchfuhren die herrliche Landschaft und besichtigten unter Anderem die Wolfsschanze, was die ehemaligen Bunkeranlagen von Hitlers Fuehrungsstab waren. nach ein paar Tagen fuhren wir dann ueber die Litauische Grenze. Die Gegend im suedlichen Litauen wirkte im Vergleich zu Polen recht ausgestorben und flach. Die Strassen waren noch ne Ecke schlimmer, teilweise auch nur Schotterpiste. Erste Station war Kaunas, in der wir schon alleine 2h brauchten um einen Stellplatz zu finden. Anfangs landeten wir auf einem Parkplatz voller Elektroneger und Autokunden. Das wurden immer mehr...und das vor einem Kloster. Also weg dort! Aber auf Autos scheinen die hier alle zu stehen. Hier sieht man fast oefter einen Porsche Cayenne als in Deutschland. Lexus, 7er BMW, dicke Audis...komisch, naja. Wir verliessen Kaunas in Richtung Litauische Ostsseekueste. Dort fuhren wir erst in ein kleines Dorf mit Namen Rusne, welches recht nahe an der russischen Grenze liegt. Dort kann man das Memeldelta bewundern. Wir sahen ein Schild worauf ein Campingplatz abgebildet war...es stellte sich herraus dass es da nur Ferienwohnungen gab...wir stellten uns also davor auf eine Wiese. Nach ein paar Minuten kam die Frau die wir erst gefragt hatten zu uns und fragte ob wir Boot fahren moechten. Die Familie hatte ein selbstgebautes Motorboot mit den uebelsten Sesseln. Das Ding war voll bequem! Dann hizte der Kollege mit uns ueber das Memeldelta und dabei entstanden dann sehr schoene Bilder. Irgendwann hielten wir an einer Kneipe an und er stellte uns Bier vor die Nasen und eine Platte mit Knoblauchbrot, welches so in Streifen geschnitten war, dann war da noch Kaese drauf und etwas fleischiges, wo wir erst dachten dass es Fisch ist. Es stellte sich dann heraus dass das geschnittene Scheineohren waren. Etwas gewoehnungsbeduerftig aber ok. Im Anschluss fuhren wir dann wieder zurueck zu seinem Hof da. Leider haben wir seinen Namen vergessen. Er war als Soldat von 88 - 89 in Deutschland stationiert. Irgendwann in den 90ern war er wohl auch ne Weile in Essen. Keine Ahnung die Verstaendigung klappte nur durch seine Frau, die ein wenig Englisch konnte. Abends spielten wir dann noch ewig Billard mit den beiden. Alles in allem sehr gastfreundschaftliche Leute und ein schoener Abend! Als naechstes befuhren wir die Kurische Nehrung. Der Litauische Teil ist ca. 57 Km lang und der suedlichste litauische Ort heisst Nida. Dort konnte man die "litauische Sahara" bestaunen. Dann lagen wir noch ne Weile an der Ostseekueste rum. Das Wetter war an diesem tag richtig gut. Der waermste Tag bisher. Die folgenden Tage fuhren wir ueber Palanga nach Lettland. In Lettland leben nochmal weniger Menschen als in Litauen, auch das merkte man. Dort war die erste Station Liepaja...immerhin die 3. groesste Stadt in Lettland. Also ich fand es dort ziemlich haesslich. Gut war dass wir da ziemlich direkt an der Kueste standen. Aber das auch nur bis die Policia kam...dann sollten wir ca. 60m von der Kueste weg "on the Road" stehen...das war das einzigste was der Polizist konnte! Und am Ende "Now!" ;) Ja danach stand das Kap von Kolka auf dem Programm...das kap teilt die Ostsee von der Rigaer Bucht. Weiter fuehrte unser Weg in Richtung Riga an einem See. (Engueres Ezers) Heut sind wir den ersten Tag in Riga. Morgen werden wir ein bisschen Kultur erleben. So reicht erstmal. Ansonsten geht es uns natuerlich ganz gut! Bis demnaechst mal wieder und haut rein!
PS: Das GPS geht wahrscheinlich nicht weil es mit dem Netz hier im Baltikum nich funzt! Wie auch immer, hoffentlich klappts ab Finnland wieder!
Schuess und schoene Gruesse von uns beiden!
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