Frueh ging es auf das Schiff der Vikingline. Da Fruehstueck ja im Preis inbegriffen war schlugen wir uns den Wanst mit alldem zu was das Buffett zu bieten hatte. Gegen 9 warm zu essen war zwar gewöhnungsbeduerftig aber es ging. Nach 2,5h fahr fuhren wir durch enge Passagen durch die Helsinki vorgelagerten Inseln bis zum Hafen. In Helsinki trafen wir einen Bekannten aus Iris ihrer Familie, welcher in Espoo ca 10km westlich von Helsinki lebt. Der Gute Pit erzählte uns so manche geschichtlichen Fakten ueber Estland und Finnland. Er steckte uns eine grobe Route durch Finnland ab, welche wohl am interessantesten und landschaftlich am schoensten ist. Wir unterhielten uns noch ueber viele weite Dinge und verabschiedeten uns herzlich nach einem heissen Cappo in einem Kaffee in Espoo.
An dieser Stelle nochmals Vielen Dank Pit!!!
Anschliessend fuhren wir in die Stadt zurueck und stellten uns auf einen Parkplatz neben dem Olypiastadion. In dem kleineren Stadion daneben verfolgten wir noch ne knappe Halbzeit Erstligafussball in Finnland von einer Anhöhe aus. Helsinki-Tampere United. War ganz jut! Nach der Nacht auf dem parkplatz erkundeten wir noch das moderne Helsinki welches einer westlichen Metropole gleicht. Nur die altertuemlichen Baustrukturen sucht man fast in jeder Stadt Finnlands vergebens.
Nach den schon wieder stressiger werdenden Stadtbesuch ging es ab gen Osten. Wir fuhren ueber Kotka fast bis zur russischen Grenze. Hier bogen wir nördlich in das finisch karelische Gebiet ab was wir auch heute noch durchfahren ab. Auf dieser zogen wir vorbei durch dichte Wälder tausend Seen bis zum eigentlichen beginn der Seenplatte in Laapenranta. Dies war zwar eine mit 60000EW recht grosse Stadt aber internet fanden wir hier keines vor. Die nächsten Stunden wurden auch nicht besser. Um mit dem Auto an eine schöne Stelle direkt am See zu gelangen benötigt man relativ viel Ausdauer und ein dickes Fell. Jeder Finne hat sich anscheinend irgendwo an den vielen Seen seine Urlaubshuette hingesetzt. Fuerchterlich! So kann man die Schönheit der Seen gar nicht geniessen. Einen richtig schönen Platz fanden wir bis heute nicht. Der nächste Tag fuehrte uns nach Punkahariju wo wir das preisgekrönte Forstmuseum besuchten. Bei 8€ Eintritt stockte uns zwar der Atem aber wir nahmen es in Kauf! Und das zu recht. Ein riesiges Museum modern gestaltet und Informationen in Huelle und Fuelle. Animationen,Experimente,Modelle,Präparate,Multivisionen, Maschienen usw.. Tolle Sache! Next Stop war die grösste Holzkirche der Welt in Kruklanki etwas nordwestlich von Punkahariju. Diese mag zwar 3000 Personen fassen aber die Architektur war dennoch nicht so einmalig. Von da aus fuhren wir nach Savollina und bestaunten noch die schöne Wasserburg. Nach genug Kultur suchten wir wieder ewig nach einem Stellplatz, den wir nach ca 40km Suche durch die Feld und Waldwege mitten in einem Birkenwald fanden. Naja! Wenigstens nur 100m bis zum See! Am nächsten morgen schnappte ich mir die Angel und erkundete was die Hechte so machen. Nach ner Stunde hatte ich 2 gefangen. Zwar net gross aber ein Anfang! 42 und 45cm. Alle mit meinen lieblingswobbler den der Chris auch kennt. Jetzt ist er leider zwischen den Steinen hängen gebliben. ich hoffe ich finde einen anderen Köder der genau so erfolgreich ist wie dieser. Wir kochten uns eine leckere Hechtsuppe und liessen den Tag bei einen schönen Sonnenuntergang ausklingen. Der weitere Weg fuehrte uns nach Koupio, wo wir ebenfalls kein Internet bekamen aber die Schanze auf den Pouju-Berg bestaunen konnten. Von da aus fuehrte unser weg leicht nordwestlich zum kareliden Gebirgszug nach Koli. Mit 347m ist der höchste Gipfel ein wunderbarer Aussichtspunkt ueber das Seengebiet. Diesen werden wir gleich geniessen können. Bei hoffentlich weiter so schoenen Wetter und einen weiter so tadelos funktioniereneden Auto werden wir uns weiter gen Norden schlagen. Die Tage werden immer kuerzer! Es wird schon nicht mehr richtig dunkel. Wann der nächste Bericht kommt ist schwer zu sagen, denn in finnisch Lappland wird nicht viel los sein!
Machts gut! Bis hoffentlich demnächst!
Montag, 26. Mai 2008
Sonntag, 18. Mai 2008
Estonia!
Guten Tach! Am heutigen verregneten Tag sind wir in Tallinn. Dumme Sache mit dem Wetter...naja. So wo waren wir letzens stehen geblieben? Ach ja...wir waren also auf Saaremaa, der groessten Insel in Estland. Insgesamt haben wir dort 2 tage verbracht. Die Stellen an denen wir uebernachtet haben waren echt voll schick...sehr nahe am Meer mit entsprechenden Blick. Schick! Ausser das es die tage recht windig war. Als wir die Insel wieder verliessen trafen wir auch mal Leute aus der Heimat! ist schon angenehm wenn man das Wappen von Sachsen mal wieder auf Nummernschildern sieht. Die Beiden kamen aus der Naehe von Dresden und waren auch unterwegs, allerdings nur 3 Wochen. Tja das werktaetige Volk! :) In den folgenden Tagen fuhren wir an der noerdlichen Kueste von Estland entlang...dort konnte man die Steilkuesten begutachten. In Tallinn waren wir vor paar tagen schon, allerdings nur um die Tickets fuer die Faehre zu kaufen, dann ging es noch etwa 60 Kms oestlich in den Lahemaa-Nationalpark und dieser kleine Umweg hat sich auf jeden fall gelohnt! Wir wanderten durch urwaldaehnliche Waelder, bestaunten Findlinge, die zum Teil recht gross waren! 32m im Umfang ist ja nicht unbedingt klein. Ausserdem besuchten wir noch ein paar Wasserfaelle und fuer die Geographen unter euch: die Gegend hatte karstartigen Charakter, der sehr gut war! :) Es gab Flussschwinden und entsprechende terrassenfoermige Wasserfaelle mit, zum Teil rueckschreitender Erosion. Was will man mehr! :) Ach ja in einem Hochmoor mit Torffeld sind wir auch rumgewandert. Heut frueh ging es dann wieder nach Tallinn und nachher werden wir uns noch ein paar sehenswerte Gebaeude anschauen. Die Nacht verbringen wir auf einem schicken Parkplatz in der Naehe des Hafens, denn morgen frueh um 8 schiffen wir ja ein und los. So bis demnaechst!
Schuess! Und Gruesse an alle die gern gegruesst werden!
Schuess! Und Gruesse an alle die gern gegruesst werden!
Sonntag, 11. Mai 2008
Riga bis Pärnu (Estland)
Neuer Post neue Tragik! Kurz nach dem letzten Post sind wir zum Auto zurück und was sehen wir da? Scherben die vorher nicht da waren. Logischer Schluss - Scheibe putt und der GPS Sender wech, mit dem die eigentlich nix anfangen können. Das ärgerliche war aber überhaupt an eine neue Scheibe zu kommen. Davor ging es noch zur Polizei, welches in diesem Land der reinste Horror ist. 2h warten in einem schäbigem Revier, bis die guten Polizisten einen Übersetzer geholt hatten, da in dem ganzen Revier keiner des englischen mächtig war!Nachdem wir dann einen lettischen Polizeireport für ddie Versicherung hatten, ging es auf eine lange Irrfahrt durch Riga bis wir enddlich ein VW Autohaus fanden. In diesem teilten Sie uns mit das die Scheibe erst in 6Tagen zu bekommen ist. Toll! Also 6Tage in dder Umgebung von Riga ohne das man das Auto verlassen kann. Wir besorgten uns 2 Angelscheine, die hier pro Person nur knappe 3euro kosten und das für 3Monate in ganz lettland. Wir fuhren an den grossen Fluss Daugava, wo wir 4Tage zubracheten und uns die Zeit vertrieben so gut es nur ging. Angelbilanz war aber nur sehr kläglich. Dann noch 2Tage an einem See vor Riga, bis wir uns endlich wieder an einer Scheibe (Fahrerseite) erfreuen konnten. Noch am selben Tag sind wir in den Gauja Nationalpark gefahren, wo wir 3Tage umgeben von schöner Natur im Urstromtal der Gauja verweilten. Auch mit dem Wetter haben wir jetzt wieder mehr glück. Nur in den Nächten ist es noch ziemlich kalt. Leider muss man auch noch diese Plagegeister von Mücken erwähnen, welche ziemlich nervig sind und uns schon die Beine zerstochen haben. Wat solls! Wir sind ja gespannt wie es erst in Finnland wird. Im Moment sind wir in einem kleinen Städtchen an der estischen Ostseeküste, in Pärnu. Hier gibt es sogar Internet, wie ihr seht, sodass dieser Post nicht erst ab Tallin gesendet werden muss.
Jetzt werden wir uns noch aufmachen in Richtung der Insel Muhu, die in der Pärnuer Bucht gelegen ist und unsere Homebase aufschlagen.
Machts jut!
Wir wünschen euch ne schöne Zeit, bei hoffentlich auch so schönem Wetter!
Donnerstag, 1. Mai 2008
wiedermal ein paar Zeilen von uns...
Tach! Nachdem wir also in Torun waren fuhren wir nordoestlich in Richtung der Masuren. Wir waren an ein paar Seen, durchfuhren die herrliche Landschaft und besichtigten unter Anderem die Wolfsschanze, was die ehemaligen Bunkeranlagen von Hitlers Fuehrungsstab waren. nach ein paar Tagen fuhren wir dann ueber die Litauische Grenze. Die Gegend im suedlichen Litauen wirkte im Vergleich zu Polen recht ausgestorben und flach. Die Strassen waren noch ne Ecke schlimmer, teilweise auch nur Schotterpiste. Erste Station war Kaunas, in der wir schon alleine 2h brauchten um einen Stellplatz zu finden. Anfangs landeten wir auf einem Parkplatz voller Elektroneger und Autokunden. Das wurden immer mehr...und das vor einem Kloster. Also weg dort! Aber auf Autos scheinen die hier alle zu stehen. Hier sieht man fast oefter einen Porsche Cayenne als in Deutschland. Lexus, 7er BMW, dicke Audis...komisch, naja. Wir verliessen Kaunas in Richtung Litauische Ostsseekueste. Dort fuhren wir erst in ein kleines Dorf mit Namen Rusne, welches recht nahe an der russischen Grenze liegt. Dort kann man das Memeldelta bewundern. Wir sahen ein Schild worauf ein Campingplatz abgebildet war...es stellte sich herraus dass es da nur Ferienwohnungen gab...wir stellten uns also davor auf eine Wiese. Nach ein paar Minuten kam die Frau die wir erst gefragt hatten zu uns und fragte ob wir Boot fahren moechten. Die Familie hatte ein selbstgebautes Motorboot mit den uebelsten Sesseln. Das Ding war voll bequem! Dann hizte der Kollege mit uns ueber das Memeldelta und dabei entstanden dann sehr schoene Bilder. Irgendwann hielten wir an einer Kneipe an und er stellte uns Bier vor die Nasen und eine Platte mit Knoblauchbrot, welches so in Streifen geschnitten war, dann war da noch Kaese drauf und etwas fleischiges, wo wir erst dachten dass es Fisch ist. Es stellte sich dann heraus dass das geschnittene Scheineohren waren. Etwas gewoehnungsbeduerftig aber ok. Im Anschluss fuhren wir dann wieder zurueck zu seinem Hof da. Leider haben wir seinen Namen vergessen. Er war als Soldat von 88 - 89 in Deutschland stationiert. Irgendwann in den 90ern war er wohl auch ne Weile in Essen. Keine Ahnung die Verstaendigung klappte nur durch seine Frau, die ein wenig Englisch konnte. Abends spielten wir dann noch ewig Billard mit den beiden. Alles in allem sehr gastfreundschaftliche Leute und ein schoener Abend! Als naechstes befuhren wir die Kurische Nehrung. Der Litauische Teil ist ca. 57 Km lang und der suedlichste litauische Ort heisst Nida. Dort konnte man die "litauische Sahara" bestaunen. Dann lagen wir noch ne Weile an der Ostseekueste rum. Das Wetter war an diesem tag richtig gut. Der waermste Tag bisher. Die folgenden Tage fuhren wir ueber Palanga nach Lettland. In Lettland leben nochmal weniger Menschen als in Litauen, auch das merkte man. Dort war die erste Station Liepaja...immerhin die 3. groesste Stadt in Lettland. Also ich fand es dort ziemlich haesslich. Gut war dass wir da ziemlich direkt an der Kueste standen. Aber das auch nur bis die Policia kam...dann sollten wir ca. 60m von der Kueste weg "on the Road" stehen...das war das einzigste was der Polizist konnte! Und am Ende "Now!" ;) Ja danach stand das Kap von Kolka auf dem Programm...das kap teilt die Ostsee von der Rigaer Bucht. Weiter fuehrte unser Weg in Richtung Riga an einem See. (Engueres Ezers) Heut sind wir den ersten Tag in Riga. Morgen werden wir ein bisschen Kultur erleben. So reicht erstmal. Ansonsten geht es uns natuerlich ganz gut! Bis demnaechst mal wieder und haut rein!
PS: Das GPS geht wahrscheinlich nicht weil es mit dem Netz hier im Baltikum nich funzt! Wie auch immer, hoffentlich klappts ab Finnland wieder!
Schuess und schoene Gruesse von uns beiden!
PS: Das GPS geht wahrscheinlich nicht weil es mit dem Netz hier im Baltikum nich funzt! Wie auch immer, hoffentlich klappts ab Finnland wieder!
Schuess und schoene Gruesse von uns beiden!
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